Repertoire

66. Internationaler Ferruccio Busoni Klavierwettbewerb 2026/2027

Erst die Kunst – dann der Wettbewerb!

Der 66. Internationale Klavierwettbewerb Ferruccio Busoni beginnt mit einem regelrechten Festival: In Zusammenarbeit mit 10 erstklassigen Konzerthäusern in Asien, Europa und den Vereinigten Staaten werden die 120 ausgewählten Pianist*innen vor einem begeisterten Fachpublikum ganze 10 Marathonkonzerte geben. Neben der Profi-Jury, die den Aufführungen per Fernzuschaltung beiwohnen wird, können auch die Zuschauer*innen ihre Stimme abgeben und ein Klaviertalent zum Wettbewerbsfinale 2027 nach Bozen schicken. Damit bekommen die jungen Pianist*innen nicht nur die Möglichkeit, als etablierte Künstler*innen aufzutreten, sondern auch gleich
zwei Chancen auf eine Finalteilnahme: einmal durch das Urteil der Jury und einmal durch Publikumsstimmen.

Das Programm des Glocal Piano Festival dürfen die Pianist*innen frei wählen und damit ihre künstlerische Identität uneingeschränkt zum Ausdruck bringen.

Videoauswahl

Bei einer Spielzeit des Videos von 12 bis maximal 16 Minuten gilt folgende verpflichtende Programmvorgabe:

  • Eine Etüde von F. Chopin (op. 10 oder op. 25) oder eine Etüde von F. Liszt
  • Eine Etüde von C. Debussy, B. Bartók (op. 18), S. Rachmaninoff, S. Prokofjew, I. Strawinsky, A. Skrjabin oder G. Ligeti
  • Ein oder mehrere Stücke freier Wahl

Das Repertoire darf in den folgenden Runden des Wettbewerbs nicht wiederholt werden.

Glocal Piano Festival

Die 120 zugelassenen Kandidat*innen müssen ein Programm von 25 bis 30 Minuten mit Stücken freier Wahl vortragen.

Das Programm ist innerhalb 01.08.2026 unter Verwendung der entsprechenden Formulare im Login-Bereich dem Sekretariat mitzuteilen.

Endphase 2027

Das musikalische Programm für die Endrunden muss sich vollständig von dem des Glocal Piano Festival unterscheiden. Zudem darf dasselbe Stück in den verschiedenen Runden der Endausscheidungen nicht mehr als einmal aufgeführt werden.

Das Programm ist innerhalb 31. März 2027 unter Verwendung der entsprechenden Formulare im Login-Bereich dem Sekretariat mitzuteilen.

Top 39 – Klavier solo

Die 39 zugelassenen Kandidat*innen präsentieren ein Programm von 25 bis 30 Minuten, das wie folgt zusammengesetzt ist:

  • Eine der folgenden Kompositionen von F. Busoni:
    • Eine Elegie von BV 249
    • Elegie Nr. 7 Berceuse BV 252
    • Sonatine Nr. 1 BV 257
    • Sonatina Seconda BV 259
    • Sonatine „In diem nativitatis Christi MCMXVII“ BV 274
    • Toccata (Preludio – Fantasia – Ciaccona) BV 287
    • Indisches Tagebuch (I), Nr. 1 oder 2 oder 3 oder 4 BV 267
    • Präludien op. 37 BV 181: eine Auswahl von 3 Präludien
    • Fantasie nach Johann Sebastian Bach BV 253
    • 10 Variationen über ein Präludium von Chopin (Klavierübungen Teil 5) BV 213a
  • Andere Werke nach freier Wahl der Kandidat*innen.

Top 12 – Klavier solo

In Zusammenarbeit mit

Die 12 zugelassenen Kandidat*innen präsentieren ein Programm von 50 bis 55 Minuten, das wie folgt zusammengesetzt ist:

  • Eine Transkription von J.S. Bach/F. Busoni
  • Eine Sonate von L. v. Beethoven, M. Clementi, J. Haydn oder W.A. Mozart, die nicht bereits in den vorangegangenen Runden vorgestellt wurde
  • Sonstige Werke nach Wahl der Kandidat*innen, die nicht bereits in den vorangegangenen Runden vorgestellt wurden
  • Improvisationen (ex tempore) mit einer Dauer von maximal 10 Minuten sind ebenfalls zulässig
  • Ein oder mehrere Klavierwerke aus dem Repertoire des späten 20. Jahrhunderts, die gemeinsam mit Milano Musica und dem Concours international de piano d’Orléans – mit dem auch der Premio Maurizio Pollini verknüpft ist – ausgewählt werden:
  • Luciano Berio (1925-2003): Cinque Variazioni (1953, 8’); Sequenza IV (1966, 11’); Rounds (1967, 4’); Six Encores (1964, 1969, 1985, 1989, 1990, 12’); Sonata (2001, 26’)
  • Pierre Boulez (1925-2016): Douze notations (1945, 10’); Première sonate (1946, 9’); Deuxième Sonate (1947, 30’); Incises (1994-1995, 11’)
  • Elliott Carter (1908-2012): Piano Sonata (1945/46, 21’); Night Fantasies (1980, 23’)
  • Niccolò Castiglioni (1932-1996): Inizio di movimento (1958, 2’); Cangianti (1959, 9’)
  • Franco Donatoni (1927-2000): Selezione da Françoise Variationen (1-49) (1983-1996)
  • György Kurtág (1926): Selezione a scelta di almeno 5 brani da Játékok
  • György Ligeti (1923-2006): Musica ricercata (1951-1953, 23’); Selezione da Études pour piano
  • Olivier Messiaen (1908-1992): Cantéyodjayâ (1949, 12’); Quatre études de rythme (1950, 18’); Brani dai 7 libri del Catalogue d’oiseaux (1956-58); La fauvette des jardins (1970, 28’); Selezione da Petites esquisses d’oiseaux (1985)
  • Salvatore Sciarrino (1947): Sonate I-V (1976-1994); Perduto in una città d’acque (1991, 9’); Due Notturni (1999, 4’)
  • Karlheinz Stockhausen (1928-2007): Klavierstücke I-X (1952-1961)
  • Tōru Takemitsu (1930-1996): Les Yeux clos (1979, 8’); Les yeux clos II (1988-1989, 7’); Rain Tree Sketch (1982, 3’)
  • Camillo Togni (1922-1993): Tre Capricci op. 38 (1954, 1956, 1957, 12’); Quarto Capriccio (1969, 2’59”); Quinto Capriccio (1987, 4’36”); Sesto Capriccio (1991, 1’08”)
  • Galina Ustvolskaya (1919-2006): Piano Sonata No. 1 in four parts (1947, 10’); Piano Sonata No. 2 in two parts (1949, 12’); Piano Sonata No. 3 in one part (1952, 17’); Piano Sonata No. 4 in four parts (1957, 12’); Piano Sonata No. 5 in ten movements (1986, 16’); Piano Sonata No. 6 in one part (1988, 8’)
  • Claude Vivier (1948-1983): Pianoforte (1975, 8’); Shiraz (1977, 14’)
  • Iannis Xenakis (1922-2001): Herma (1962, 10’); Evryali (1973, 11’)
  • Isang Yun (1917-1995): Fünf Stücke (1958, 6’); Interludium A (1982, 13’30”)

Top 6 – Kammermusik

Die 6 zugelassenen Kandidat*innen präsentieren ein Programm, das wie folgt zusammengesetzt ist:

Kammermusikteil
Eines der folgenden Quintette:

  • Schumann: Quintett für Klavier und Streicher op. 44
  • Brahms: Quintett für Klavier und Streicher op. 34
  • Franck: Quintett für Klavier und Streicher
  • Dvořák: Klavierquintett Nr. 2 op. 81
  • Schostakowitsch: Quintett für Klavier und Streicher op. 57

Solo-Teil
Ein Programm von 15 bis 20 Minuten mit Werken nach freier Wahl der Kandidat*innen.

Top 3 – Finalissima

Die 3 zugelassenen Kandidat*innen präsentieren zwei der folgenden Klavierkonzerte.

Die endgültige Entscheidung, welches der beiden Konzerte im Rahmen des Wettbewerbs aufgeführt werden soll, wird von der Jury und der künstlerischen Leitung am Ende des Kammermusikfinales (2. September 2027) getroffen.

Etwaige Änderungen des musikalischen Programms für die Endausscheidungen sind unter Verwendung der entsprechenden Formulare innerhalb 13. Juni 2027 dem Sekretariat mitzuteilen.

  • W.A. Mozart: Konzerte für Klavier und Orchester K 466, K 456, K 467, K 491, K 595, K 488
  • L.v. Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3, Nr. 4, Nr. 5
  • B. Bartók: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2
  • F. Chopin: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 und Nr. 2
  • M. Ravel: Konzert für Klavier und Orchester in G-Dur
  • S. Rachmaninow: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 und Nr. 4
  • S. Rachmaninow: Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43
  • P.I. Tschaikowsky: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1
  • S. Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 und Nr. 5
  • F.Liszt: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 und Nr. 2
  • C. Saint-Saëns: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 und 5
  • R. Schumann: Konzert für Klavier und Orchester in a-Moll op. 54
  • A. Skrjabin: Konzert für Klavier und Orchester op. 20

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